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So bleibst du gesund

Selbstheilungskräfte – Wie du ganz einfach Verantwortung für deine Gesundheit übernimmst!

Mai 2nd, 2022 by

Lesedauer: 5 Minuten

Wie entsteht eigentlich Gesundheit? Wir erklären dir was man unter dem Begriff „Salutogenese“ versteht und was dieser mit den Selbstheilungskräften zu tun hat.

Wie entsteht Gesundheit?

In den vergangenen Jahren hat sich die allgemeine Sicht auf die Medizin verändert. Während man sich vor Jahrzehnten noch darauf konzentrierte, Krankheiten zu heilen, steht heute mehr die Gesundheit im Vordergrund. Es hat also einen Wandel von der traditionellen Betrachtungsweise der Pathogenese (Wissenschaft von der Entstehung von Krankheit) weg und hin zur Salutogenese (Wissenschaft von der Entstehung und Erhaltung von Gesundheit) gegeben. 

Der Begriff der Salutogenese geht auf den israelisch-amerikanischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky (1923-1994) zurück. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit sah er sich plötzlich mit der Frage konfrontiert: „Wie entsteht eigentlich Gesundheit?“ Er brachte nicht nur diese Frage in die wissenschaftliche Diskussion ein, sondern entwickelte mit der „Salutogenese“ ein Konzept zur Förderung von Gesundheit. 

Pathogenese und Salutogenese sind gewissermassen zwei Seiten einer Medaille: Die Pathogenese beschäftigt sich damit, welche Ursachen Krankheiten haben und wie diese vermieden oder bekämpft werden können. Zur Pathogenese gehört daher auch ganz klar die Prävention, d. h. die Vorbeugung bzw. Vermeidung von Krankheit. Die Salutogenese hingegen stellt begehrenswerte Ziele in Aussicht, mit deren Hilfe wir gesund bleiben oder werden können. Bei der Salutogenese geht es also vorwiegend darum, wie Gesundheit gefördert werden kann. 

Wenn sich die beiden Betrachtungsweisen letztlich auch ergänzen, ist die Pathogenese doch eher negativ ausgerichtet, indem sie Fehler, also Risiken aufzuspüren versucht, während die Salutogenese positiver denkt, nämlich: „Was kann ich besser, richtiger machen, um gesund zu sein?“ Die Salutogenese richtet sich daher mehr auf das Vorhandensein von Lebensqualität. 

Wie aber lebst du gesund? Zunächst musst du dir darüber bewusst werden, dass es im Leben keine absolute Gesundheit und auch keine absolute Krankheit gibt. Das heisst, dass auch ein noch so gesunder Mensch kranke Anteile in sich hat, und umgekehrt, dass ein kranker Mensch auch immer gesunde Anteile hat. Eines gibt es nicht ohne das andere. Gerade deshalb kann jeder etwas dafür tun, um seine gesunden Anteile zu fördern. Ein Leitsatz nach Dr. Thomas Walser lautet daher folgendermassen: „Lebe massvoll, lustvoll, natürlich und mit viel Bewegung!“ In dieser Hinsicht kannst du also Verantwortung für deine Gesundheit übernehmen. Untersuchungen haben sieben Faktoren gefunden, die im Rahmen der Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit eine bedeutende Rolle spielen:

  • nicht rauchen, am besten niemals rauchen 
  • gesundes Gewicht 
  • geringen Alkoholgenuss 
  • regelmässige Bewegung
  • ausgewogene Ernährung  
  • langlebige und qualitätsvolle Liebesbeziehung 
  • guter Umgang mit Stress und Konflikten 
  • gute Ausbildung und ein Leben lang neugierig bleiben.

Die ersten fünf Punkte sind den meisten Menschen heute bekannt und vielleicht lebst du auch schon danach. Da du dich auf Coretify bewegst, interessierst du dich vermutlich zumindest dafür und bist wahrscheinlich bereit, dein Leben in dieser Hinsicht zu verändern. Was aber ist mit den letzten drei Punkten? Bist du da nicht eher von anderen oder auch von den jeweiligen Lebensbedingungen abhängig? Der deutsch-amerikanische Psychotherapeut Fritz Perls (1893-1970) vertrat dazu die Meinung, dass wir unsere Wirklichkeit dann verändern können, wenn wir begreifen, dass wir die einzig Verantwortlichen sind, wenn es um die Sicht auf die Welt und auf unser eigenes Leben geht. Der österreichische Psychotherapeut und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick (1921-2007), der sich ebenfalls mit der „Wirklichkeit“ auseinandersetzte, war derselben Meinung und veranschaulichte dies in seinen gut lesbaren und verständlich geschriebenen Büchern, die ich dir ans Herz legen möchte. 

Gesundheit kann nicht „gemacht“ werden!

Um noch einmal auf die gestellte Frage zurückzukommen: Bist du bei den letzten drei Punkten nicht eher von anderen Menschen und von deinen Lebensbedingungen abhängig? Nein, denn du bist es, die oder der die Welt auf eine ganz bestimmte Weise betrachtet und wahrnimmt. Du bist keine Marionette, die an Fäden geführt wird, sondern du kannst dein Leben selber in die Hand nehmen. Du kannst dich dafür entscheiden, nicht zu rauchen, wenig Alkohol zu trinken, gesund zu essen und dich regelmässig zu bewegen, um so dein Gewicht zu halten. Ebenso trägst du zum Gelingen deiner Liebesbeziehung bei. Coretify bietet dir ein intensives Training, um den richtigen Umgang mit Stress und Konflikten zu lernen. Und – wenn du das willst – wirst du gute Unterstützung erfahren, wenn es darum geht eine gute Ausbildung oder Weiterbildungen zu erhalten, zumindest in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Du kannst also selber Verantwortung dafür übernehmen, so gesund wie möglich zu bleiben oder zu werden. 

Nun fragst du dich vielleicht, was das bisher Gesagte mit Selbstheilung oder Selbstheilungskräften zu tun hat? Schliesslich gibt es chronische und auch unheilbare Krankheiten. Das ist richtig und doch hat die Medizin mit der zunehmenden Abwendung von der Pathogenese, also der „Fehlersuche“, und Hinwendung zur Salutogenese einen grundlegenden Wandel vollzogen. Sie gesteht der Patientin damit mehr Eigenverantwortung zu. Die meisten Ärzte sind sich heute wohl darüber einig, dass nicht sie es sind, die heilen. Sie kennen die medizinischen Zusammenhänge und stellen die Heilmittel und Therapien bereit. Heilung kann aber letztlich nur erfolgen oder zumindest die Erhaltung eines gewissen Masses an Gesundheit, wenn du es zulässt. Gesundheit kann nach Dr. Thomas Walser nicht „gemacht“ werden, sondern sie „gelingt“. Das setzt voraus, dass du darauf vertraust, gesund oder wenigstens gesünder werden zu können. Und auch dein Arzt oder deine Therapeutin sollte dir vertrauen und umgekehrt. Diesem Vertrauen liegt ein grundlegender Gesichtspunkt der Salutogenese zugrunde: das Kohärenzgefühl, das Gefühl der Stimmigkeit und Zuversicht. Und auch hierbei spielt wieder deine Grundhaltung gegenüber deinem Leben und der Welt eine Rolle. Wenn du alles immer nur als schlecht und negativ einstufst und als gegen dich gerichtet, wird es dir schwerfallen zuversichtlich zu sein. Damit wird zugleich der Genesungsprozess hinausgezögert. Bist du positiv gestimmt, betrachtest du die Welt und das Leben mit offenen Augen, vertraust auf dich, deinen Körper und deine Ärztin oder deinen Therapeuten, wird die Genesung oder auch die Erhaltung deiner Gesundheit leichter gelingen. Dann können deine Selbstheilungskräfte mit zum Prozess beitragen. 

Selbstheilungskraefte–Wie-du-ganz-einfach-Verantwortung-fuer-deine-Gesundheit-uebernimmst

Drei Dinge können deine positive Grundeinstellung fördern – unabhängig davon, ob du krank oder gesund bist: 

1. Du solltest das Gefühl haben, dass du verstehst, was vor sich geht.  

2. Du solltest davon überzeugt sein, dass du die Situation handhaben und bewältigen kannst, dass dir also genügend Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um den Anforderungen zu begegnen.  

3. Du solltest das Gefühl haben, dass alles einen Sinn, eine Bedeutung hat, dass es sich lohnt, in diese Herausforderung Energie zu investieren, weil du letztlich irgendeinen Gewinn für dich daraus ableiten kannst. 

Wenn es dir gelingt, an diesen drei Zielen zu arbeiten, du also ein starkes Gefühl von Stimmigkeit und Zuversicht entwickeln kannst, wirst du leichter auf alle Anforderungen des Lebens reagieren können, weil dir dann unterschiedliche Verarbeitungsmuster zur Verfügung stehen. Selbstheilung bzw. Selbstheilungskräfte haben daher sehr viel mit Eigenverantwortung zu tun. Nimm die Herausforderung an und übernimm in diesem Sinne die Verantwortung für deine Gesundheit! Coretify hilft dir dabei. 

Herzlichen Dank an Dr. Thomas Walser (www.dr-walser.ch) für seine Basis für diesen Beitrag. Ergänzend wurde der Wikipedia-Artikel über Salutogenese herangezogen. 

Persönliche Tipps für dein gesundes Leben findest du in deinem Gesundheitsplan. Folge uns für aktuelle Tipps zu Gesundem Leben und Heilmethoden auch auf Facebook und Linkedin. 

Wie wir unsere Gene steuern

Januar 3rd, 2022 by

Lesedauer: 3 Minuten

Gene beein­flus­sen unsere Ver­an­la­gung für Krank­hei­ten, aber auch unser Lebens­stil spielt eine Rolle. Finde heraus, wie du wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nisse für dich nutzen kannst.

Epi­ge­ne­tik, Gene und Umwelt

Wis­sen­schaft, Bio­lo­gie, Gene­tik. Klingt alles lang­wei­lig? Dann pass mal auf. Denn das Feld der Epi­ge­ne­tik geht uns alle etwas an. Es ist schon lange bekannt, dass unsere Gene in vielen Hin­sich­ten die Fäden ziehen: Sei es bei chro­ni­schen Krank­hei­ten oder der Ver­an­la­gung zu psy­chi­schen Pro­ble­men. Aber inwie­fern haben wir selbst die Finger im Spiel, wenn es um unsere Gene geht? 

Juckt es unsere Gene, wie wir essen, wie viel wir arbei­ten oder wo wir leben? Können wir unsere Gene beein­flus­sen und wenn ja, wie geht das? Wir haben her­aus­ge­fun­den, dass die Wis­sen­schaft der Gene viel span­nen­der ist, als uns der Bioun­ter­richt je weis­ma­chen konnte. In diesem Arti­kel nehmen wir dich mit in die win­zigste Bau­stein­kiste der Welt.

Was sind Gene?

Fangen wir bei den Basics an, den Genen. Der mensch­li­che Körper besitzt 30 bis 40 Tau­send Gene. All diese Gene sind in jeder Zelle ent­hal­ten, aber trotz­dem unter­schei­den sich unsere Zellen von ihrer Funk­tion her, da immer nur bestimmte Gene aktiv sind. Gene bilden den Abschnitt der DNA, der die Erb­in­for­ma­tion ent­hält – und sind damit essen­zi­ell für die Zell­tei­lung. Sie fun­gie­ren als eine Art Code, der von der Zelle ent­schlüs­selt werden muss. Mit den ent­schlüs­sel­ten Infor­ma­tio­nen erhält die Zelle eine Art Bau­plan zur Bil­dung von Pro­te­inen. Je nachdem, welche Gene aktiv sind, wird aus einer Zelle eine Leber-, eine Haar- oder eine Haut­zelle. Und da krat­zen wir auch schon an unse­rem Kern­thema: der Epi­ge­ne­tik.

Epi­ge­ne­tik: Eine Defi­ni­tion

Die Vor­silbe ​„Epi“ bedeu­tet so etwas wie ​„über“. Also über oder zusätz­lich zur Gene­tik. Und diese zusätz­li­che Ebene ist viel fle­xi­bler als unsere ​„Kern­gene“. Wie eben erklärt, besitzt unser Körper über 250 ver­schie­dene Zell­ty­pen, aber alle haben die glei­che DNA-Sequenz. Den Unter­schied macht näm­lich die Epi­ge­ne­tik: Durch Modi­fi­ka­tio­nen werden bestimmte Regio­nen der DNA mar­kiert und so akti­viert, deak­ti­viert oder ​„gedimmt“. Dadurch werden Funk­tion und Eigen­schaf­ten der Zelle erzeugt. Wie genau funk­tio­niert das? Unter­schei­den wir zunächst zwi­schen zwei bekann­ten Funk­ti­ons­wei­sen der Epi­ge­ne­tik:

Methy­lie­rung

Bei der DNS-Methy­lie­rung docken Methyl­grup­pen (also Koh­len­was­ser­stoff-Mole­küle) an den DNS-Strang an. DNS bedeu­tet übri­gens Des­oxy­ri­bo­nu­kle­in­säure und ist die deut­sche Abkür­zung für DNA und damit Träger unse­rer Erb­in­for­ma­tion. Die Methyl­grup­pen ver­hin­dern dadurch, dass die nach­fol­gen­den Gen­se­quen­zen von der Zelle gele­sen werden. Diese können somit nicht in Pro­te­ine umge­wan­delt werden – das Gen wird durch die Mar­kie­rung aus­ge­schal­tet.

Histon-Ace­ty­lie­rung

Wir müssen uns vor­stel­len, dass so ein DNS-Strang zwei Meter lang ist. Ganz dicht gepackt ist er im Zell­kern ein­ge­rollt, wobei er sich um Hun­dert­tau­sende von klei­nen Perlen windet, soge­nannte His­ton­kom­plexe. Um ein Gen so gut ein­ge­wi­ckelt zu akti­vie­ren, muss es also erst ein mal ent­packt werden. Dabei helfen Ace­tyl­grup­pen, denn sie lockern den Strang und machen ihn so lesbar. So können also auch Ace­tyl­grup­pen beein­flus­sen, welche Gene wie gut gele­sen und umge­wan­delt werden können.

Das sind nur zwei Pro­zesse kurz erklärt, in Wirk­lich­keit ist das Thema natür­lich viel umfang­rei­cher. Fest­hal­ten können wir, dass Mar­kie­run­gen im Laufe unse­res Lebens stän­dig akti­viert und deak­ti­viert werden können. Dieser Pro­zess ist aber noch nicht die Epi­ge­ne­tik, son­dern die Gen­re­gu­la­tion. Zur Epi­ge­ne­tik wird es, sobald die Ables­bar­keit von Genen lang­fris­tig ver­än­dert wird. Dabei spie­len Umwelt­ein­flüsse, dar­un­ter auch psy­chi­sche Erleb­nisse, eine wich­tige Rolle.

Epi­ge­ne­tik bezieht sich aber nicht nur auf das Wech­sel­spiel von Umwelt und Genen. Es han­delt sich um ein rie­si­ges For­schungs­feld, das zum Bei­spiel auch unter­sucht, ob epi­ge­ne­ti­sche Modi­fi­ka­tio­nen über Gene­ra­tio­nen ver­erbt werden können und inwie­fern diese Pro­zesse eine Rolle in der Evo­lu­tion spie­len.

Wech­sel­spiel zwi­schen Genen und Umwelt

Fragst du dich mitt­ler­weile, warum uns das als Nichtwis­sen­schaft­ler eigent­lich alles inter­es­sie­ren sollte? Ganz ein­fach: Ver­ste­hen wir, wie unser Körper funk­tio­niert und wie wir ihn stän­dig durch unser Denken und Han­deln beein­flus­sen, können wir besser in Ein­klang mit uns leben. ​„Wenn man das begreift, was im Körper abläuft, […] braucht man keine klaren Vor­schrif­ten mehr“, sagt Peter Spork, Autor des Buches ​„Gesund­heit ist kein Zufall“. Rat­ge­ber, Diäten und Co. sind am Boomen, dabei soll­ten wir uns eigent­lich mit unse­rem eige­nen Körper und Geist aus­ein­an­dersetzen, anstatt blind den Metho­den ande­rer hin­ter­herzurennen. 

Es geht darum, Pro­zesse zu ver­ste­hen und für uns zu nutzen. So können wir uns eine Menge Leid abneh­men und neben der Stei­ge­rung der Lebens­qua­li­tät auch das Risiko für ernst­hafte Krank­hei­ten ver­rin­gern.

Hier ein Bei­spiel: Bist du sehr gebor­gen und umsorgt auf­ge­wach­sen, wurden deine Zellen im Stress­re­gu­la­ti­ons­sys­tem so geprägt, dass du resi­li­en­ter bist: Du kannst mit Stress und Rück­schlä­gen besser umge­hen. Dadurch wurden deine Gene so beein­flusst, dass das Risiko, psy­chisch zu erkran­ken, gerin­ger ist. Dass die Kind­heit eine ent­schei­dende Rolle in der Ent­wick­lung von psy­chi­schen Erkran­kun­gen spielt, ist schon lange bekannt. Inter­es­sant ist, dass sich diese Prä­gung im Laufe deines Lebens auch immer wieder ändern kann. So beein­flus­sen spä­tere Erleb­nisse, aber auch dein per­sön­li­ches Emp­fin­den und dein Umgang damit, deine Gen­mo­di­fi­ka­tio­nen. Und da sich unsere Zellen im Körper stän­dig erneu­ern, wird diese Modi­fi­ka­tion durch die Mitose (Zell­tei­lung) immer weiter gege­ben.

Selbst wenn du also eine sehr nega­tiv geprägte Kind­heit hat­test, sind deine Gene des­we­gen nicht ver­lo­ren. Sie können beein­flusst werden. Durch The­ra­pie, gesunde Ver­hal­tens­mus­ter wie Sport, Ernäh­rung und Ent­span­nung und lie­be­volle Bezie­hun­gen zum Bei­spiel. Und so wird auch lang­sam klar, warum Acht­sam­keit eine wich­tige Rolle in diesem Thema spielt.

Nutze unsere Übungen zu Achtsamkeit und Meditation.

Medi­ta­tion beein­flusst unsere Gene – und hält uns jung

Immer mehr Stu­dien bele­gen, dass Acht­sam­keits­me­di­ta­tion unsere psy­chi­sche und phy­si­sche Gesund­heit posi­tiv beein­flusst. Aber warum eigent­lich? Die Epi­ge­ne­tik bietet For­schern eine span­nende Fährte.

Um die Wir­kung von Medi­ta­tion zu ver­ste­hen, müssen wir zunächst begrei­fen, was in den Zellen genau pas­siert. Es gibt Enzyme (Telo­me­rase), die für die Wie­der­her­stel­lung der End­stü­cke von Chro­mo­so­men (soge­nannte Telo­mere) zustän­dig sind. Dieser Pro­zess ist unglaub­lich wich­tig, damit wäh­rend der Zell­tei­lung alle Infor­ma­tio­nen kor­rekt über­mit­telt werden und keine feh­ler­haf­ten Pro­te­ine abge­le­sen werden. Werden die Telo­mere nicht mehr rich­tig erneu­ert, stirbt die Zelle irgend­wann ab. So lässt sich u.a. auch unser Alte­rungs­pro­zess erklä­ren. Mithilfe des Enzyms Telo­me­rase können die Chro­mo­so­men­den aber ver­län­gert werden und unsere Zellen länger leben. Des­we­gen sind Telo­me­rase auch als eine Art ​„Jung­brun­nen“ bekannt.

Stu­dien unter­such­ten den Zusam­men­hang von Telo­me­rase und Medi­ta­tion, indem For­scher die Länge der Telo­mere von medi­tie­ren­den und nicht medi­tie­ren­den Per­so­nen ver­gli­chen. Medi­tie­rende hatten durch­schnitt­lich län­gere Telo­mere und eine höhere Anzahl an Telo­me­rase. Acht­sam­keit beein­flusst uns also tat­säch­lich auf gene­ti­scher Ebene. Indem wir medi­tie­ren, ver­lang­sa­men wir unse­ren Alte­rungs­pro­zess und Risiko für Krank­hei­ten.

Durch deine Art, zu leben, Tag für Tag, beein­flusst du deine Gene, die Erneue­rung deiner Zellen und damit deine Gesund­heit. Lass dich durch dieses Wissen aber nicht unter Druck setzen. Ein Scho­ko­rie­gel wird deine Gene­tik nicht lang­fris­tig beein­flus­sen. Viel mehr sind es die kon­stan­ten gesun­den Gewohn­hei­ten, die unsere tiefs­ten Ebenen ver­än­dern. Mit diesem Gedan­ken im Hin­ter­kopf: Atme tief durch. Behandle dich gut. Und setze dich nicht unter Druck.

Dieser Beitrag erschien erstmals im „7Mind“-Magazin.

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Es tut Männern gut, zu weinen

Dezember 6th, 2021 by

Lesedauer 3 Min.

Es tut Männern gut, zu weinen. Wir kennen es von Roger Federer, von Ex-Präsident Barack Obama: Tränen in der Öffentlichkeit. Weinen ist für Männer eine gute Art der körperlichen Selbstfürsorge – auch wenn das die Gesellschaft anders zu sehen scheint.

Ex-Präsident Barack Obama war bekannt dafür, dass er während seiner Amtszeit bei zahlreichen Gelegenheiten weinte. Vielleicht ist das Bemerkenswerte an Männern, die man auf dem Bildschirm weinen sieht, dass es nicht grosse Ereignisse sind, sondern Erinnerungen oder Freude, die Tränen fliessen lassen. In der Regel neigen Männer dazu, ihre Emotionen zu unterdrücken, und suchen deshalb im Humor oder in der Ironisierung Zuflucht, um ihre Emotionen im Griff zu halten. Während in Asien Männer aus Schuld und Scham in der Öffentlichkeit weinen, versteinern sich die Gesichter in der westlichen Welt in solchen Fällen.  Wenn Männer weinen, gibt es also grössere kulturelle Unterschiede als bei Frauen.

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Menschen haben drei Arten von Tränen: basale, um unsere Augen vor dem Austrocknen zu bewahren, Reflex-Tränen, die eine Reaktion auf Reizstoffe sind, und emotionale Tränen. Sie haben eine andere chemische Zusammensetzung als Basal- und Reflextränen, da sie mehr Hormone enthalten. Wer weint, beabsichtigt unbewusst eine empathische Reaktion bei anderen Menschen. Die starke Emotion soll Mitgefühl wecken, was hilft, Leid besser zu bewältigen.

Tränen für die körperliche Selbstfürsorge

Eine Studie aus dem Jahr 2011 bestätigt, was die meisten ohnehin wissen: Männer weinen viel weniger als Frauen. Während bei Frauen festgestellt wurde, dass sie zwischen 30 und 64 Mal im Jahr weinen, liegt die Häufigkeit bei Männern bei nur fünf bis 17 Mal. Dafür gibt es biologische Gründe: Das bei Männern dominante Hormon Testosteron hemmt Weinen. Das bei Frauen stärker vorhandene Hormon Prolaktin begünstigt es derweil. Kulturübergreifende Studien haben diese Gesetzmässigkeit bestätigt. Forscher gehen aber davon aus, dass beim Weinen eine Kombination aus biologischen, psychologischen und soziokulturellen Faktoren entscheidend ist. Buben haben zum Beispiel ein breiteres emotionales Spektrum als kleine Mädchen. Ab dem fünften Lebensjahr stellt sich aber eine Verschiebung in ihrem emotionalen Ausdruck ein. Weinen wird zunehmend mit Schwäche gleichgesetzt. Und die Umgebung beginnt, auf Jungen anders zu reagieren als auf Mädchen. Die Jungen bemühen sich, den Erwartungen gerecht zu werden, und steuern ihre Emotionen entsprechend. Das wird in der Regel zu einer Last in einem Männerleben. Denn Weinen führt zu einer Katharsis, zu einer Befreiung von inneren Spannungen, zu einer Läuterung der Seele von Leiden. Frauen fühlen sich nach dem Weinen körperlich ausgelaugt, Männer derweil nicht. Warum, ist für die Forschung noch offen. Gewiss ist aber, dass in Tränen eine körperliche Selbstfürsorge gesehen werden kann.

 

Der Beitrag erschien erstmals in der Zeitschrift «Doppelpunkt» 23/2021.

 

Weitere Tipps für dein gesundes Leben findest du in deinem Gesundheitsplan.

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So wirkt sich positives Denken auf den Körper aus

November 1st, 2021 by

So wirkt sich positives Denken auf den Körper aus

Lesedauer: 4 Minuten

Das Leben teilt uns gewissermassen in Optimisten und Pessimisten. Doch welche Weltansicht bringt uns weiter? Unter Medizinern gibt es eine Tendenz: Positives Denken fördert die Gesundheit.

Schau auf die Sonnenseite des Lebens. Sieh das Glas halb voll statt halb leer. Jeder Tag ist es wert, gelebt zu werden.

Ja, diese Sätze klingen irgendwie nach Küchentischphilosophie. Dennoch ist sich kein Optimist zu schade, sie oft und gern zu benutzen. Und ja, auch uns nerven positives Denken und solche Sprüche ab und an.

Forscher gehen allerdings davon aus, dass diese Lebensweisheiten weit mehr können, als uns daran zu erinnern, wie schön und gut und toll doch alles ist. Tatsächlich haben sie positiven Einfluss auf unsere Gesundheit – und sollen sogar lebensverlängernd sein.

Coretify Gesundheitsberatung Gesund leben

Für viele Forscher ist klar: Das, was im Gehirn passiert, beeinflusst das, was im Körper passiert. So haben frühere Studien bereits gezeigt, dass es eine Verbindung zwischen einer positiven Lebenseinstellung und unserer Gesundheit gibt. Dies äussert sich zum Beispiel durch einen niedrigeren Blutdruck, geringere Wahrscheinlichkeit für Herzerkrankungen, bessere Gewichtskontrolle oder einen gesünderen Blutzuckerspiegel.

Eine positive Lebenseinstellung kann sogar noch mehr: Selbst bei unheilbaren Krankheiten können positive Gefühle und Gedanken die Lebensqualität erheblich verbessern.

Fakt ist natürlich: Erkrankungen wie Krebs heilen nicht von selbst. „Betroffene können aber mitunter ihre Situation verbessern, wenn sie ihre schwere Erkrankung bewusst annehmen und versuchen, ihr positive Gedanken entgegenzusetzen“, erklärt Neurobiologe Prof. Gerald Hüther.

Dr. Wendy Schlessel Harpham, Autorin mehrerer Bücher für Krebspatienten und frühere Internistin, bekam vor 27 Jahren die Diagnose: Lymphdrüsenkrebs. Nach 15 Jahren Behandlungen und acht Krebsrückfällen hat sie ihre Einstellung zum Leben geändert. Sie umgab sich fortan mit Menschen, die positiv waren, führte eine Art Dankbarkeitstagebuch und konzentrierte sich auf das Gute im Leben. Seit zwölf Jahren ist Harpham symptomfrei. Die Förderung positiver Emotionen hat dazu beigetragen, dass mein Leben nicht besser sein könnte. Sie haben harte Zeiten einfacher gemacht, obwohl sie für meine Krebszellen keinen Unterschied machten.

Jetzt könnte man sagen, in diesem speziellen Fall hat es zufällig geholfen. Doch auch die Forschung geht davon aus, dass Menschen Fähigkeiten erlernen können, die ihnen helfen, positive Emotionen zu fördern, wenn sie mit einer lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert sind.

Acht Fähigkeiten, positive Gefühle zu fördern

Judith T. Moskowitz, Professorin für Medizinische Sozialwissenschaften an der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago, hat acht Fähigkeiten entwickelt, um positive Emotionen zu fördern.

Das wichtigste Ziel der Fähigkeiten: Der Mensch soll lernen, sich in einer gesundheitlichen Krise glücklicher, ruhiger und zufriedener zu fühlen. Dass sich dabei auch die Gesundheit der Menschen verbessert, sie sogar länger leben, ist ein Bonus.

Jeder Teilnehmer wird ermutigt, mindestens drei der acht Fähigkeiten zu erlernen und sie einen oder jeden Tag zu üben.

Und das sind die acht Fähigkeiten:

  1. Jeden Tag ein positives Erlebnis erkennen.
  2. Koste diesen Moment aus, schreib ihn auf oder erzähle jemandem davon.
  3. Beginne, ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben.
  4. Schreibe eine positive Eigenschaft von dir auf und beobachte, wie du sie einsetzt.
  5. Setze dir ein erreichbares Ziel und beobachte deinen Fortschritt.
  6. Schreibe etwas auf, dass dir vergleichsweise wenig Stress bereitet, und finde Strategien, wie du dem Ganzen etwas Positives abgewinnen kannst.
  7. Erkenne und übe täglich gütige Taten.
  8. Richte deine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt und nicht auf die Vergangenheit oder Zukunft.

Dr. Moskowitz konnte beobachten, dass Menschen mit HIV, Typ-2-Diabetes und anderen chronischen Krankheiten länger lebten, wenn sie diese Fähigkeiten erlernten und positive Emotionen zeigten. Im nächsten Schritt wollten wir sehen, ob Menschen, denen wir die Fähigkeiten beibringen, positive Emotionen zu fördern, besser mit Stress und ihrer körperlichen Gesundheit umgehen können. Judith T. Moskowitz, Professorin für Medizinische Sozialwissenschaften

In früheren Forschungen konnten sie und ihre Kollegen feststellen, dass Menschen mit HIV-Diagnosen, die diese Fähigkeiten praktiziert haben, ihre Medikamente ordnungsgemässer einnahmen und weniger wahrscheinlich Antidepressiva benötigten, um mit ihrer Krankheit fertig zu werden.

Die Forscher untersuchten hierfür 159 Menschen, die erst kürzlich erfahren hatten, dass sie HIV hatten. Die Patienten sollten entweder eine Art Emotionsschulung absolvieren oder bekamen allgemeine, beratende Hilfe. 15 Monate nach ihrer HIV-Diagnose gingen diejenigen, die die acht Fähigkeiten zur Emotionsförderung trainierten, besser mit ihrer Infektion um als die anderen.

In einer weiteren Studie mit 49 Patienten, die Typ-2-Diabetes hatten, konnte ein Online-Kurs, in dem die Patienten positive Emotionen trainieren sollten, ebenfalls dabei helfen, negative Gefühle und Stress zu reduzieren. Das führte dazu, dass die Diabetiker ihren Blutzucker besser kontrollieren konnten, sie bewegten sich zudem mehr und ernährten sich gesünder. Zudem rauchten sie weniger und verringerten insgesamt ihr Sterberisiko.

Der Online-Kurs zum Trainieren positiver Gefühle wurde ebenfalls in einer Pilotstudie mit 39 Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs eingesetzt. Laut Dr. Moskowitz verringerten sich die Depression unter ihnen: “Das ist keine Raketenwissenschaft. Ich stelle diese Fähigkeiten nur zusammen und teste sie wissenschaftlich”, erläutert Prof. Judith T. Moskowitz.

Positive Einstellung fördert Gesundheit

Dr. Moskowitz ist sich sicher: Eine positive Lebenseinstellung verbessert die Lebensqualität der Patienten und folglich auch ihre Gesundheit.

So konnte sie insgesamt feststellen, dass die Einnahme von Medikamenten besser eingehalten wurde, gesunde Verhaltensweisen gefördert wurden, die Patienten eher gewillt waren, soziale Unterstützung zuzulassen, und ihre Aufmerksamkeit auf die guten Dinge im Leben richteten.

Ein Grund mehr, sich schöne Gedanken zu machen, oder?

Der Beitrag erschien erstmals am 15.04.2017 in der „Welt”.

Praktische Tipps zu positivem Denken findest du in unserer Rubrik Entspannung.

BMI senken mit gesunden Rezepten passend zum Stoffwechsel

August 11th, 2021 by

BMI berechnen

Der Body Mass Index (Körpermassenindex, abgekürzt: BMI) setzt unser Körpergewicht und unsere Körpergrösse zueinander ins Verhältnis und bietet so eine Orientierung, ob wir normal-, unter- oder übergewichtig sind. Der BMI wird nach einer mathematischen Formel berechnet, die sich aus dem eigenen Körpergewicht (in kg) geteilt durch die Körpergrösse (in m) im Quadrat zusammensetzt.

Berechne deinen BMI und erfahre, wie du ihn einfach verbesserst und hältst:

BMI Rechner

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt ein BMI von 18,5 bis 25 im Normalbereich. Beschäftigt man sich mit den Themen Gewicht, Abnehmen und Gesundheit trifft man immer wieder auf den BMI, da dieser hilft, das eigene Gewicht unter gesundheitlichen Aspekten schnell und einfach einzuschätzen. Coretify hilft dir dabei, deinen BMI zu senken, dein Idealgewicht langfristig zu leben und gesund zu bleiben. Denn der Schlüssel für lebenslange Gesundheit liegt in dir: Wenn du in deiner inneren Balance, also in deiner inneren Kraft, ruhst, bleibst du in der Regel leichter auf deinem Normalgewicht und lebenslang gesund. Mit dem Konzept von Coretify kannst du in wenigen Schritten deinen inneren Kern entdecken und leben.

Das ganzheitliche Konzept hinter Coretify

Jeder von uns hat etwas andere persönliche Voraussetzungen, um Körper, Geist und Seele dauerhaft und ohne die Einnahme spezieller Präparate zu stärken und im idealen Körpermassenindex zu bleiben. Coretify nutzt die neuesten Erkenntnisse aus Allgemein- und Komplementärmedizin, um den für dich persönlich effizientesten Weg zu lebenslanger Gesundheit zu finden und ohne grossen Aufwand umsetzbar zu machen.

Die Leistungen der klassischen Schulmedizin in der Diagnose, in der Akutbehandlung, der Chirurgie sowie bei Infektionskrankheiten sind die Basis von Coretify. Nach unserer Erkenntnis entstehen die grössten Erfolgschancen für nachhaltige Heilung jedoch in der Kombination von Schul- und Komplementärmedizin.

Bei der Prävention setzt Coretify zusätzlich auf Ayurveda: das ganzheitliche Medizinsystem, das seit Jahrtausenden auf der Heilung durch individuelle Ernährungsprogramme für jeden Einzelnen beruht. In einer zunehmenden Anzahl von Studien wird die Wirksamkeit nun auch klinisch nachgewiesen. Ayurveda hilft dir auf einzigartige Weise, deine persönliche innere Balance zu stärken und somit deinen Körper dauerhaft gesund zu halten. Der erprobte Stoffwechseltest, der in unserem Coretify-Premium-Abonnement vertieft wird, basiert auf ayurvedischem Wissen.

Coretify setzt somit auf körperlicher, aber auch auf geistiger und seelischer Ebene an, um dir anhaltende Gesundheit und innere Zufriedenheit zu ermöglichen. Und das bedeutet letztlich höchstes Glück.

So kannst du mit Coretify deinen BMI senken und dich ins Gleichgewicht bringen

Coretifys Mission ist die effiziente Stärkung deines Immunsystems und deines Wohlbefindens durch die passenden, individuellen Empfehlungen zu den drei Säulen des gesunden Lebens:

  1. Entspannung/Achtsamkeit
  2. Bewegung
  3. Ernährung

Diese Empfehlungen werden entsprechend für dich erstellt, nach deinen persönlichen Ergebnissen beim erprobten Stoffwechseltest.

Starte gleich heute damit und mache den Stoffwechseltest. Unser Test geht entsprechend der ayurvedischen Lehre davon aus, dass es drei grundlegende Stoffwechseltypen gibt, die wir hier der Einfachheit halber Blau, Rot und Grün nennen. Die Auswertung berücksichtigt deine vorherrschende Grunddisposition und die aktuell zu berücksichtigenden Disbalancen. Diese Disposition kann sich in Nuancen ändern. Daher kann es sinnvoll sein, den Test deines Stoffwechseltyps gelegentlich zu wiederholen. Der Test soll dir jedoch vor allem dabei helfen, dass du dich selbst besser kennenlernst. Das kannst du dadurch fördern, dass du gut auf dich hörst und dafür sorgst, dass es dir gut geht und du „in dir“ bist.

Unser Stoffwechseltest ermittelt, welchem Stoffwechseltyp du überwiegend angehörst. Jeder Mensch ist natürlich einzigartig, doch es gibt bestimmte körperliche und mentale Eigenschaften, die bei den einen stärker ausgeprägt sind als bei den anderen. Durch das Verstehen und Berücksichtigen dieser individuellen Besonderheiten in unserem alltäglichen Leben können wir mehr zu Balance und Harmonie mit uns selbst finden. Dadurch wird uns vieles leichter fallen, wir werden resilienter und besser gewappnet für alle Herausforderungen unseres Lebens. In den folgenden Absätzen erläutern wir dir die drei verschiedenen Stoffwechseltypen in vereinfachter Form.

Der blaue Stoffwechseltyp ist gekennzeichnet durch sehr hohe Aktivitätslevel und einer Neigung zu mentalen Beschwerden wie beispielsweise dem Gedankenkarussell, Sorgen und Ängsten sowie Erschöpfungszuständen. Die resultierenden körperlichen Gesundheitsprobleme können Verdauungsbeschwerden, Ohrgeräuschen oder Schlafstörungen sein. Der Bewegungsapparat von Menschen, die überwiegend dem blauen Stoffwechseltypus angehören, ist ausserdem anfällig für Verspannungen und Schmerzen. Um diesen Beschwerden entgegenzuwirken, ist es für diesen Stoffwechseltyp wichtig, seinem Körper regelmässig Zeit zu geben, um Schritt zu halten und nicht abgehängt zu werden. Am besten gelingt dies mit der Einhaltung eines geregelten Tagesablaufs: Zu bestimmten Zeiten aufstehen, frühstücken, arbeiten, zu Mittag essen, arbeiten, zu Abend essen, Sport machen, entspannen. Je mehr ein Mensch vom blauen Stoffwechseltyp aus der Balance ist, umso schwerer wird es demjenigen fallen, solche Regeln einzuhalten. Doch mithilfe eines strukturierten Tagesablaufs, in Verbindung mit der passenden Ernährung, wird man zu innerer Harmonie und Gesundheit finden.

Der rote Stoffwechseltyp ist gekennzeichnet durch hohe körperliche Leistungsfähigkeit und einhergehende mentale Überhitzung sowie grosse Impulsivität. Daraus ergeben sich körperliche Gesundheitsprobleme wie etwa Hautbeschwerden und Entzündungen sowie eine generelle Übersäuerung und Probleme mit den Verdauungsorganen. Um diesen Beschwerden entgegenzuwirken, lautet das Mantra für Menschen, die überwiegend dem roten Stoffwechseltypus angehören, Mässigung. Um das lodernde Feuer in einem zu beruhigen, hilft Folgendes: ein ruhiger Tagesablauf, ausreichende Nahrungsaufnahme und eine wertschätzende Distanz zu einem selbst sowie zu den Ansprüchen an sich und seine Nächsten. Diese Regeln wirken auf den roten Stoffwechseltyp zu Beginn anmassend und wie eine Fremdbestimmung, doch erst einmal umgesetzt, sind sie wohltuend und verhelfen zu einem gesunden, ausgeglichenen Leben.

Der grüne Stoffwechseltyp ist gekennzeichnet durch ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis, einer Angst vor Veränderung und einer gewissen Trägheit. Dadurch neigen Menschen von diesem Stoffwechseltypus eher zu Gewichtsansammlung, auch bei gemässigtem Essverhalten. Sie tendieren zu körperlichen Gesundheitsproblemen wie Stoffwechselkrankheiten, beispielsweise Diabetes, oder auch Erkrankungen des Bewegungsapparates aufgrund von überschüssigem Fett. Ausserdem treten häufig gesundheitliche Beschwerden mit Bronchien, Nebenhöhlen und Lunge auf. Um diesen Beschwerden entgegenzuwirken, heisst es für den grünen Stoffwechseltyp, viel gesunde Bewegung und Aktivität in den Alltag zu integrieren. Dies gelingt durch frühes Aufstehen, regelmässigen intensiven Sport und nur drei Mahlzeiten am Tag, welche aktivierende Speisen enthalten sollen. Am besten wird jeder Tag mit einem heissen Ingwerwasser begonnen, dieses aktiviert den Stoffwechsel zusätzlich und wirkt Wunder. Zu Beginn wird das Einhalten dieser Regeln dem grünen Stoffwechseltyp aufgrund seiner Abneigung gegenüber Veränderungen schwerfallen. Doch sobald eine Gewöhnung da ist, sind diese Veränderungen wohltuend und fördern ein gesundes, harmonisches Leben.

Bei Coretify richten wir also unsere gesunden Rezepte und Yoga-Übungen auf die drei Stoffwechseltypen Blau (im Ayurveda Vata), Rot (im Ayurveda Pitta) und Grün (im Ayurveda Kapha) aus. So funktioniert das ganzheitliche Coretify-Konzept, wenn wir uns entsprechend unseres Stoffwechsels ernähren, finden wir leichter in unsere Balance, leben in Harmonie mit uns selbst und erreichen auf natürliche Weise wieder unser Idealgewicht.

 

Weitere Inspiration für dein gesundes Leben für jede Woche findest du im Coretify Gesundheitsplan.
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Heidelbeeren, die blauen Superhelden

Juli 31st, 2021 by

Lesedauer 5 Min.

Heidelbeeren sind blaue Superhelden. Schon seit mehreren hundert Jahren gelten die Heidelbeerpflanze und ihre Beeren als Superfrucht, doch was steckt dahinter? Erfahre in dem Beitrag, welchen Nutzen die Heidelbeere für dein Wohlbefinden und deine Gesundheit hat.

 

Die Heidelbeere hat viele Facetten und wird seit langem in der Pflanzenheilkunde genutzt. Durch ihre adstringierende, antidiabetische, antiseptische sowie blutstillende Eigenschaften gilt sie als «Superfood». Die Antioxidanten, die Vitamine B, C, E, K sowie Magnesium und Eisen stärken unser Immunsystem gegenüber Infektionen sowie Erkältungen und beugen vielen weiteren Krankheiten vor. Heidelbeeren helfen uns, den Stress im Alltag besser zu bewältigen.

 

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Viele kennen die blauen Beeren von Wanderungen in den Bergen und der wunderschönen roten Farbenpracht im Herbst. Bei uns wächst die europäische Heidelbeere an den unterschiedlichsten Orten. Sie sind äusserst robust und wachsen auch über 2000 M. ü. M. Die Beeren sind kleiner als die Kulturheidelbeeren, die von der Amerikanischen Heidelbeere abstammt. Wilde Heidelbeere weisen einen höheren Anteil an Antioxidanten auf und da diese auch für die blaue Farbe verantwortlich sind, ist bei der europäischen Heidelbeere auch das Fruchtfleisch blau. Die wilden Heidelbeeren haben einen intensiveren, etwas säuerlichen Geschmack und eignen sich nicht für die Zucht. Die Kulturheidelbeere ist im Gegensatz zur wilden Heidelbeere deutlich grösser und süsser im Geschmack.

Kulturheidelbeeren sind sehr robuste Beeren und in Vergleich zu anderen Beeren deutlich länger haltbar. Frisch schmecken sie natürlich am besten, doch auch nach ein paar Tagen sind sie noch knackig.

Neben all diesen gesunden Inhaltsstoffen haben Heidelbeeren einen weiteren Vorteil. Egal ob pur, im Müsli, Kuchen oder Salat, ihr süss-säuerlicher Geschmack passt einfach immer! Dies ist auch der Grund, weshalb Heidelbeeren immer beliebter werden und mittlerweile zu jeder Jahreszeit bei uns in den Läden angeboten werden.

Heidelbeeren und ihre Wirkung sind unbestritten eine Bereicherung, doch woher kommen Sie? Diese Frage ist ein zentrales Element unserer Philosophie. Damit Heidelbeeren ihr volles Potenzial ausschöpfen können, muss auch ihr Ursprung betrachtet werden.

Warum werden Heidelbeeren sogar mitten in der Bergen im Wallis angepflanzt?

Heidelbeeren sind unbestritten ein gutes Produkt, doch es gehört mehr dazu. Als wir 2019 Heidelbeeri.ch im Wallis lancierten, ging es uns in erster Linie darum, ein gutes Produkt lokal herzustellen und ohne weite Transportwege so frisch wie möglich unseren Kunden anzubieten. Wir sind Teil der «Local for local»-Bewegung. Der Vorteil von regionalen Lebensmitteln? Sie sind frischer, besser im Geschmack und nahrhafter. «Local for local» ermöglicht vielen Konsumenten eine gesündere Ernährung ohne den Einsatz von Herbiziden, Insektiziden, Fungiziden und Pestiziden. Durch einen sorgfältigen Anbau und ein ständiges Beobachten können wir fast gänzlich auf Pflanzenschutzmittel verzichten. Wir vermeiden Foodmiles, indem wir über 90% unserer Ernte innerhalb von 40 km liefern, und können dadurch auf jegliche Nachbehandlung verzichten.

Heute bewirtschaften wir ca. 0.7 Hektar mit elf unterschiedlichen Blaubeerensorten und einigen Haskap-Beeren, einem weiteren Superhelden in Blau. Wir sind davon überzeugt, dass es sinnvoller ist, Lebensmittel, die bei uns so wunderbar wachsen, auch bei uns anzubauen. Wir leisten einen kleinen Beitrag in einer grossen Veränderung und sind bestrebt, die besten Früchte anzubieten. Frisch. Lokal. Nachhaltig.

 

Weitere Tipps zu gesundem Essen findest du in deinem Gesundheitsplan.

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Hilft Vitamin D gegen Covid-19?

Juni 21st, 2021 by

Lesedauer: 5 Minuten

Das Sonnenvitamin D wird eigentlich eher mit gesunden Knochen in Verbindung gebracht. Unter Umständen beeinflusst eine ausreichende Versorgung damit aber auch den Verlauf von Covid-19-Erkrankungen.

Es ist eines der Vitamine, die eigentlich Selbstläufer sein sollten: Das Vitamin D, das physiologisch ein Hormon ist, entsteht, wenn Sonnenlicht auf die Haut trifft – oder genauer der UVB-Anteil des Sonnenlichts. Im Sommer reichen bei heller Hautfarbe in unseren Breiten zur Mittagszeit weniger als zehn Minuten Sonnenschein auf Gesicht, Hände und Arme, um den Tagesbedarf zu decken. Zu weniger hautkrebsgefährdenden Zeiten am Morgen oder Nachmittag dauert es etwas länger, ist aber immer noch mit höchstens einer guten halben Stunde getan. Warum also gab es Vitamin-D-Mangelerscheinungen schon bei den Neandertalern?

Die einfache Antwort ist: wegen des Wetters. Die Neandertaler lebten während der Eiszeit, die Sonne schien wenig und die Menschen dürften ihre Haut gut bedeckt gehalten haben. Denn die halbe Stunde an einem Sommermorgen wird im zeitigen Frühjahr schnell zu über einer Stunde, die man mit blossen Armen in der Sonne verbringen sollte – so sie denn scheint. 

Dies wird als ein möglicher Faktor herangezogen, der an der offenbar gesunkenen Todesfallrate bei Sars-CoV-2-Infektionen beteiligt sein könnte. In den Wintermonaten liegen die Vitamin-D-Spiegel in der Bevölkerung tiefer als im Sommer und im Herbst; so fanden Forscher aus den USA bei ihren Versuchspersonen die höchsten Vitamin-D-Werte im September und die tiefsten im März. Tatsächlich leidet etwa die Hälfte der Schweizer Bevölkerung im Winter an einem Vitamin-D-Mangel, wie Heike Bischoff-Ferrari von der Universität Zürich erklärt. 

Vitamin D stärkt das Immunsystem

Man wisse, dass Vitamin D eine immunmodulierende Wirkung habe und Entzündungen senken könne, erklärt die Klinikdirektorin Geriatrie des Universitätsspitals Zürich, des Stadtspitals Waid und des Triemli weiter. Dies könne auch für die Entzündungsreaktion relevant sein, die von Sars-CoV-2 ausgelöst werde, und damit den Schweregrad der Infektion beeinflussen. 

Ohne ausreichend Sonnenlicht kommt die körpereigene Vitamin-D-Produktion ins Stocken.

Tatsächlich haben verschiedene Studien nun auch bereits einen Zusammenhang zwischen der Schwere einer Covid-19-Erkrankung und dem Vitamin-D-Spiegel der Betroffenen gefunden. Viele deuten darauf hin, dass ein zu niedriger Spiegel mit einem schwereren Verlauf der Krankheit korreliert. So fand eine in der Fachzeitschrift „Journal of Medical Virology“ online publizierte Metastudie, die entsprechende Untersuchungen an fast 1400 Patienten auswertete, dass diejenigen Personen mit schlechter Prognose signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel hatten als jene mit guter Prognose. Die Wissenschafter gingen so weit, den Vitamin-D-Spiegel als Faktor zur Prognose für den Verlauf der Erkrankung vorzuschlagen.

Ein kausaler Zusammenhang lässt sich hieraus aber noch nicht ableiten, zumal auch nicht alle Studien in dieselbe Richtung deuten. Der Vitamin-D-Spiegel in jenen Studien, die eine Korrelation zeigen, könne ein Zeichen oder eine Folge eines anderen Problems darstellen, das das eigentliche sei, das den Verlauf beeinflusse, sagt Manuel Battegay vom Universitätsspital Basel. So geht beispielsweise Übergewicht – ein bekannter Risikofaktor für einen schweren Covid-19-Verlauf – oft mit einem Vitamin-D-Mangel einher. Auch betagte Personen weisen häufiger zu niedrige Werte auf. 

Pilotstudie zur Prävention gegen Covid-19

Doch nun deutet eine Pilotstudie von Forschenden der Universität Córdoba in Spanien auf einen direkteren Zusammenhang des Vitamin-D-Spiegels mit Covid-19. Aus einer Gruppe von 76 ins Spital eingewiesenen Covid-19-Patienten erhielten 50 zufällig ausgewählte Personen zusätzlich zur Standardtherapie in der ersten Woche zwei und dann wöchentlich eine Dosis des Vitamin-D-Stoffwechselprodukts Calcifediol, das im Körper zum aktiven Vitamin umgebaut wird. Weder die Patienten noch die behandelnden Ärzte wussten dabei, wer zu welcher Gruppe gehörte.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass von den mit Calcifediol behandelten Personen eine auf die Intensivstation musste; sie wurde später wieder entlassen. In der anderen Gruppe waren es dreizehn Patienten, von denen zwei verstarben. Die Forscher schliessen aus diesem (statistisch signifikanten) Ergebnis, dass Calcifediol möglicherweise die Schwere einer Covid-19-Erkrankung reduziert. 

Dies müsse allerdings noch in grösseren Studien untersucht werden, in denen die Patienten auch noch nach weiteren Merkmalen sortiert werden sollten, schreiben Marta Entrenas Castillo und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift «Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology». Mindestens eine grosse Studie soll demnächst starten: Eine ähnlich wie Castillos aufgebaute Untersuchung, an der 2700 Personen teilnehmen sollten, werde zurzeit von JoAnn Manson an der Harvard Medical School lanciert, berichtet Bischoff-Ferrari.

Man hat bereits von verschiedenen Atemwegsinfektionen und besonders auch der Tuberkulose Hinweise darauf, dass ein Vitamin-D-Mangel einen Risikofaktor darstellen könnte – einerseits für die Infektanfälligkeit an sich, andererseits auch für den Verlauf der Erkrankung. Man erklärt sich dies über den Einfluss des Vitamins auf das Immunsystem: Der Vitamin-D-Rezeptor sei auf vielen Zellen des Immunsystems verankert, erklärt Bischoff-Ferrari. 

Das Vitamin fördere unter anderem die Produktion antiviraler Stoffe im Körper und hemme die Freisetzung von entzündungsfördernden Stoffen, sogenannten Zytokinen, durch Fresszellen des Immunsystems. Eine übermässige Freisetzung dieser Stoffe, ein sogenannter Zytokinsturm, wird mit einem schwereren Covid-19-Verlauf in Verbindung gebracht. 

Traditionell ist Vitamin D als knochenstärkend bekannt

Bekannt ist Vitamin D allerdings eher für seine Wirkung auf Knochen und Muskeln. Bei Kindern war eine früher häufiger beobachtete Mangelerscheinung die Rachitis, bei der die Knochen schlecht mineralisieren, «weich» werden und sich im Wachstum verbiegen. Bei betagten Personen erhöht ein Vitamin-D-Mangel das Risiko für Stürze und Knochenbrüche. Zu hohe Dosen Vitamin D zu schlucken, kann sich allerdings ebenfalls negativ auswirken. Die Empfehlung sei für Erwachsene, 800 Internationale Einheiten (das entspricht 20 µg) am Tag einzunehmen, erklärt Bischoff-Ferrari. Diese Menge sei sicher und schade auch jenen Personen nicht, die keinen Vitamin-D-Mangel hätten. Und möglicherweise senke sie das Risiko, an einer schweren Covid-19 zu erkranken. Bei Kindern und Jugendlichen empfehle das Bundesamt für Gesundheit 600 Internationale Einheiten am Tag. Das sei gefahrlos und behebe einen allfälligen Mangel, sagt die Expertin.

Einen zu niedrigen Spiegel zu vermeiden, gilt aber auch für alle anderen Vitamine und Mineralstoffe: Eine gesunde Ernährung und Lebensweise sei grundsätzlich eine gute Vorsorge, auch was eine allfällige Erkrankung an Covid-19 angehe, betont Battegay. Ebenso wichtig sei, auf eine gute Versorgung und Einstellung allfälliger Grunderkrankungen zu achten. Dies sei in der Schweiz normalerweise gegeben. Mögliche Mängel hierbei könnten aber eventuell in anderen Ländern beobachtete, höhere Hospitalisierungsraten erklären, sagt der Experte.

Erstmals erschienen in der NZZ am 25. Oktober 2020

Weitere Ernährungstipps zu Vitamin D findest du in deinem Gesundheitsplan.

Was hat mein Blutdruck mit Wasser zu tun?

Juni 21st, 2021 by

Lesedauer: 4 Minuten

Wir Menschen bestehen zu rund zwei Dritteln aus Wasser. Auch das Blut in unseren Adern enthält viel Wasser und sein Anteil wird ständig reguliert. In dem Beitrag erfährst du, warum es wichtig ist, regelmässig und ausreichend zu trinken. Denn mit Wasser kannst du auch deinen Energieverbrauch steigern und zusätzlich deinen Blutdruck stabilisieren. 

 

Auch in hektischen Zeiten das Trinken nicht vergessen

Ich möchte dir einige Tipps an die Hand geben, wie du auch in hektischen Zeiten nicht vergisst, ausreichend zu trinken: Da, wo du dich am häufigsten am Tag aufhältst, also zum Beispiel am Schreibtisch, solltest du dir immer deinen Tagesbedarf an Trinkwasser bereithalten. Das sind 30 bis 45 ml pro kg Körpergewicht. Wenn du beispielsweise 70 kg wiegst, sind das gut 3 Liter. Wenn du noch nicht daran gewöhnt bist, auf deinen Wasserhaushalt zu achten, hilft dir vielleicht ein Trinktagebuch auf die Sprünge. Dazu genügt es schon, eine Woche lang zu notieren, wann und wie viel Flüssigkeit du zu dir nimmst. Ausserdem möchte ich dir empfehlen, zu möglichst vielen Anlässen – zum Beispiel in der Pause oder zum Kaffee – immer auch ein Glas Wasser zu trinken.

Trinken gegen den Stress

Im Büro kann dir Wasser auch helfen, zur Ruhe zu kommen. Denn schon die wenigen Sekunden, in denen du einen Schluck Wasser trinkst, bedeuten eine kurze Auszeit vom Arbeitsstress. Wasser hat also eine reinigende Wirkung, nicht nur äusserlich, sondern auch aus psychologischer Sicht: Die Zeit, die wir uns im Büro nehmen, um ein Glas Wasser zu trinken, hilft uns dabei, kurz innezuhalten, durchzuatmen und uns wieder neu zu zentrieren. Trinke bewusst und schaffe dir so kleine Verschnaufpausen. Aus etwas Alltäglichem wird somit etwas Positives.

Regelmässig Wasser trinken reguliert den Blutdruck und entspannt.

Wasser bringt deinen Blutdruck in Schwung

Forscher haben herausgefunden, dass bei der Aufnahme einer grossen Flüssigkeitsmenge – beispielsweise eines halben Liters Wasser in kurzer Zeit – der Blutdruck messbar ansteigt. Doch bereits nach 30 Minuten hat der Körper seinen Blutdruck wieder auf den ursprünglichen Wert eingestellt. Falls du deinen Blutdruck selbst kontrollieren willst, lasse also zwischen dem Trinken von viel Flüssigkeit und der Messung eine halbe Stunde verstreichen. 

Die Wissenschaftler erklärten sich den blutdrucksteigernden Effekt mit einer Aktivierung des sympathischen Nervensystems. Das ist eine wichtige Schaltzentrale für den Kreislauf und den Stoffwechsel. Mit der Wasseraufnahme steigt auch der Energieverbrauch unseres Körpers merklich an. Es werden also Kalorien verbrannt, für die wir uns nicht anstrengen müssen – sehr praktisch, wenn du abnehmen willst.

Wasser trinken hilft auch gegen Schwindel

Du bekommst Schwindelgefühle, wenn du aus dem Sitzen schnell aufstehst? Dann wird dein Blutdruck nicht schnell genug nachreguliert. Normalerweise erhöht sich beim Aufstehen unser Herzschlag und die Blutgefässe ziehen sich zusammen, wodurch sich der Blutdruck erhöht. Geschieht dies nicht ausreichend, überkommt den Betroffenen Schwindel und er kann ohnmächtig werden. In diesem Fall kann es dir helfen, vor dem Aufrichten ein grosses Glas Wasser zu trinken.

Sollen wir denn weniger trinken, um den Blutdruck in den Griff zu bekommen?

Weit gefehlt! Tipp: Trinke gleichmässig über den Tag verteilt immer wieder ein Glas Wasser. Das stärkt den Kreislauf und hält den Wasserhaushalt stabil. Das gilt insbesondere an heissen Tagen, wenn wir schwitzen oder an Durchfall leiden.

Spare nie an der täglichen Trinkmenge, auch wenn du dann häufiger zur Toilette musst. Denn Wasser ist gesund! Wissenschaftler haben unter anderem festgestellt, dass der Genuss von Wasser die Leberzellen anregt, den Energieverbrauch erhöht und den Blutdruck stabilisiert.

Was soll ich trinken und was besser nicht?

Achte bei der Auswahl der Getränke auf den Inhalt. So führt etwa der Konsum von Softdrinks zu einer deutlichen Erhöhung des Blutdrucks, weil sie mit künstlicher Fruktose oder Zuckerersatzstoffen gesüsst sind. Auch Alkohol erhöht den Blutdruck. Daher empfiehlt es sich, den Alkoholkonsum einzuschränken oder besser noch ganz darauf zu verzichten. Achte bei Mineralwasser unbedingt auf den Anteil von Natriumchlorid (Salz), da Natrium ebenfalls den Blutdruck in die Höhe treibt. Denn unser Körper braucht zwar unbedingt Salz, doch nur in begrenzter Menge. Mit unserer täglichen Nahrung nehmen wir heute schon etwa zehn bis zwölf Gramm Kochsalz zu uns. Das ist in rund doppelt so viel, wie unser Körper benötigt. Bei Bluthochdruck sollten wir nicht mehr als fünf Gramm Kochsalz pro Tag aufnehmen. Auch sogenanntes „entkalktes“ oder „entmineralisiertes“ Leitungswasser ist bei hohem Blutdruck nicht als Trinkwasser zu empfehlen. Es wird v.a. in kalkreichen Regionen mittels Ionentauschern hergestellt, indem Kalzium und Magnesium durch Natriumionen ersetzt werden.

Welches Wasser ist denn nun das richtige?

Das beste Wasser ist reines Quellwasser oder aus Bergbächen oberhalb 1500 m. Da nur wenige das Glück haben, aus einer Quelle schöpfen zu können, haben wir drei Möglichkeiten, uns mit qualitativ hochwertigem Wasser zu versorgen:

  1. Quellwasser in Glasflaschen

Vorteil: Wir wissen am Ende des Tages anhand des Leerguts genau, wie viel wir getrunken haben.

Nachteil: Teuer, braucht Lagerflächen, Transport und die Entsorgung des Glases ist umweltbelastend: Beachte: Je nach Transportweg, Temperaturwechsel und Lagerung kommt es zu Geschmacks- und Qualitätsunterschieden.

  1. Leitungswasser

Vorteil: Immer verfügbar. Das bestkontrollierte Lebensmittel. Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nachteil: Unser Wassersystem verfügt über keine „Firewall“. Die Grenzwerte umfassen nur noch wenige Werte und werden an politische, technische und wirtschaftliche Machbarkeit angepasst. Der Messpunkt ist das Wasserwerk. Was das Wasser zwischen Wasserwerk und der lokalen Entnahmestelle alles aufnimmt, bleibt dabei unberücksichtigt. Ohne Zweifel hat sich das Wasser nach seinem langen Weg durch die geraden Wasserrohre sowohl biophysikalisch als oft auch chemisch verändert, bis es bei dir aus dem Hahn kommt.

  1. Quellwasser-System am Wasserhahn

Vorteil: Wer sein Wasser filtert bzw. wirbelt, tut seinem Körper etwas Gutes und schont die Umwelt. Zudem spart er eine Menge Geld, verglichen mit Quellwasser aus der Glasflasche. Heute gibt es Systeme, die du einfach am Wasserhahn installieren kannst. Sie sind vielfach praxiserprobt und können zu Hause, unterwegs und am Arbeitsplatz ohne zusätzliche Möbel und Anschlüsse verwendet werden. Mit ihnen ist Trinken wie in Kindheitstagen möglich, direkt aus dem Wasserhahn. Eine Investition, die sich je nach Nutzen und Personenzahl innerhalb weniger Monate amortisiert.

Nachteil: Es braucht eine Installation an jedem Trinkwasserhahn – zu Hause oder unterwegs.

In jedem Fall ist Wasser eines der gesündesten und in unseren Regionen am einfachsten erhältlichen Lebensmittel, das viel zu deinem Wohlbefinden und deiner Gesundheit beitragen kann.

Weitere Inspiration für dein gesundes Leben für jede Woche findest du im Coretify-Gesundheitsplan.

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So wird dein Stoffwechseltyp ermittelt

Juni 21st, 2021 by

Videolänge 5 Min.

 

So wird dein Stoffwechseltyp ermittelt: In diesem Video erfährst du von unserer Ayurveda-Expertin Rebekka Heckendorn, wie dein Stoffwechseltyp ermittelt wird. Nach deiner Registrierung hast du den Stoffwechseltest gemacht und erfahren, welchem Stoffwechseltypen du angehörst. Nun erhältst du regelmässig in deinem Gesundheitsplan gesunde Rezepte und Yogaübungen, die individuell auf deinen Stoffwechseltypen abgestimmt sind. Der Stoffwechseltest ist also ein ganz wichtiges Element in Coretify. Höre dir an, welches medizinisches Konzept dahintersteckt und wie du mithilfe deines Stoffwechseltyps deine Gesundheit auf ganz einfache Art dauerhaft stärken kannst. Der Stoffwechseltyp kommt aus dem Ayurveda, das in unserer westlichen Welt heute als moderne Ganzheitsmedizin gilt, die sich um die individuelle Präventation für jeden Einzelnen von uns kümmert.

Tipp: Du kannst den vertieften Stoffwechseltest im Rahmen deines Premium-Abonnements absolvieren. Dort wird deine Grundkonstitution noch präziser ermittelt und du bekommst auch noch genauere Empfehlungen, wie du deine volle Power nutzt. Das hilft dir langfristig sehr: Denn, je mehr du in deine Balance kommst, desto besser geht es dir und umso einfacher gelingt es dir, dein Immunsystem zu stärken und lebenslang gesund zu bleiben.

Die drei Stoffwechsel-Grundtypen blau, rot und grün arbeiten auf allen physiologischen Ebenen immer zusammen – in der Welt der Zelle ebenso wie in den Organen und Organsystemen. Doch bei jedem Menschen sind diese Bioprogramme spezifisch verteilt und dadurch entstehen unterschiedliche Stoffwechsetypen mit ihren ganz  individuellen Merkmalen – ihrer charakteristischen Persönlichkeit, ihren Neigungen und Abneigungen, ihren Talenten, ihrem Körperbau, ihrer Krankheitsdisposition etc. Bewegen wir uns in dem spezifischen, individuellen Fliessgleichgewicht unseres Typs, so erfreuen wir uns bester Gesundheit. Geraten wir aus der Balance, werden wir krank. Auf einen vereinfachten Nenner gebracht, geht es in der ayurvedischen Medizin also darum, die Ausgewogenheit des blauen, roten und grünen Typs zu erhalten oder wiederherzustellen.

Tipps für deinen gesunden Alltag erhältst du in deinem Gesundheitsplan

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Du hast im Job mehr Spielraum, als du denkst

Juni 21st, 2021 by

Interview mit Edeltraud Leibrock über die Chancen, in deinem Beruf glücklich zu sein.

Videodauer 13 Min.

 

 

“Du hast im Job mehr Spielraum, als du denkst”, ist die Überzeugung von Edeltraud Leibrock. Die promovierte Physikerin leitet seit Anfang 2021 den Sektor Finanzdienstleistungen der internationalen Digitalberatung Publicis Sapient im deutschsprachigen Raum. Leibrock startete ihre Laufbahn nach einem Forschungsaufenthalt in den USA bei der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) und wurde danach Group CIO der BayernLB. Von 2011 bis 2015 war sie im Vorstand der KfW Bankengruppe (Kreditanstalt für Wiederaufbau) u.a. für IT zuständig.

Für viele wäre es ein Traum, in einer so angesehenen Funktion ihre Karriere zu beenden. Doch Edeltraud Leibrock machte sich nach der Vorstandstätigkeit bei dieser renommierten Grossbank mit ihrem Unternehmen Connected Innovations in der Digital- und IT-Beratung selbstständig, um die grossen Veränderungsprozesse mitzugestalten, die derzeit durch die Digitalisierung in den Banken und vielen anderen Bereichen stattfinden. Coretify-Geschäftsführerin Christina Zech sprach mit Edeltraud Leibrock darüber, wo sie beruflich bisher am zufriedensten war und wie jeder seine berufliche Erfüllung finden kann.

In dem Interview zeigt Edeltraud Leibrock überraschend auf: Du hast im Job mehr Spielraum, als du denkst, wenn es darum geht, die Inhalte deiner Arbeit festzulegen und dein Umfeld zu bestimmen. Erfahre, wie du diesen Spielraum nutzen kannst, um beruflich erfolgreicher und erfüllter zu werden. Du erfährst in dem Video aber auch, wann es für dich dennoch an der Zeit sein kann, dich für einen Wechsel zu entscheiden, und wie wichtig dein Bauchgefühl dabei ist.

Die Einsichten der erfahrenen Spitzenmanagerin können dir dabei helfen, in deinem Job mehr dich selbst und deine Vorstellungen zu leben und somit in deinem Leben mehr in Balance zu kommen. Denn innere Zufriedenheit im Beruf ist ein wichtiger Baustein für dein glückliches Leben.

 

Weitere Beiträge zu Work-Life-Balance und einem erfüllten Berufsleben findest du in künftigen Beiträgen hier auf unserem Blog. Konkrete Tipps für deinen entspannten Alltag im Beruf geben dir unsere Health- und Life-Coaches in deinem Gesundheitsplan

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